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Gender Days ’21


Willkommen zu den Gender Days 2021!

Der Gender Day an der FernUniversität in Hagen hat nun schon eine längere Tradition. Bereits zum 5. Mal findet er nun statt und hat sich als festes Veranstaltungsformat etabliert. In diesem Jahr ist allerdings einiges anders als in den vergangenen Jahren. Zum einen können wir den Gender Day nicht vor Ort ausrichten, es muss also ein anderes Format her. Zum anderen war der Gender Day bisher stark auf klassische Lehrthemen fokussiert. Auch dies ist in diesem Jahr anders. Und zu guter Letzt fand der Gender Day immer als Tagesveranstaltung statt. Nun wird er an fünf Tagen ausgerichtet.

Neues Format – neues Glück!

Die diesjährigen Gender Days 2021 stehen ganz im Zeichen der Forschung an der FernUniversität in Hagen. Fünf Stories widmen sich jeweils dem Thema “Geschlecht(er) in der Wissenschaft”. Forschungsergebnissen von Forscher*innen der FernUniversität in Hagen und Kooperationspartner*innen anderer Universitäten werden in diesen Stories gezeigt. Sie rekurrieren auf verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und stellen aus ihrer jeweiligen Disziplin heraus Geschlechterfragen. Jeder an der FernUniversität verorteten Disziplin ist eine Story gewidmet. Im Rahmen der Stories wird sich zeigen, dass auch innerhalb einer Disziplin sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema gefunden werden. Sie werden sehen, dass nicht nur die Vielfalt der Themen, sondern auch unterschiedliche Darstellungsformate eine große Bereicherung sein können.

Jeden Tag eine neue Story!

Seien Sie also gespannt auf eine abwechslungsreiche, bunte und vielfältige Woche! Vom 8. März bis zum 12. März 2021 wird Ihnen jeden Tag eine neue Story freigeschaltet. Am Ende der Woche sind dann alle Storys frei und können nach Belieben immer wieder angeschaut werden.

Bevor wir heute zum Internationalen Weltfrauentag die erste Story “Perspektiven aus den Wirtschaftswissenschaften – Frauen in Führung” für Sie alle freischalten, möchten wir Ihnen aber auch unterschiedliche Perspektiven unserer Hochschulleitung auf die Frage “Warum Geschlecht für die Wissenschaft relevant ist?” zeigen. Wir beginnen mit einem Interview mit unserer Rektorin Prof.* Dr.* Ada Pellert.

Eine Videoansprache von Prof. Dr. Ada Pellert; Video-Transkript

Die Herstellung von Chancengleichheit ist Gründungsgedanke der FernUniversität und somit ein zentrales Ziel, auf das sie kontinuierlich und aktiv in allen Bereichen der Hochschule hinwirkt. Geschlechtergerechtigkeit ist ein Aspekt hiervon, aber sicherlich nicht abschließend, wie die Rektorin im Interview aufzeigt. Wir brauchen mehr Vielfalt, um zukunftsfähig aber vor allem auch chancengerecht zu sein! Hierzu braucht es Konzepte, Sensibilisierung, Information und eben auch Vielfalt in der Forschung und Lehre, um diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung gemeinsam anzugehen.

Vielfalt ist auch für die sprachliche Kommunikation ein wichtiges Thema. Unterschiedliche Disziplinen haben unterschiedliche Zugänge aber auch unterschiedliche (Fach-)Sprachen. Gemeinsam ist allerdings allen, dass wir an Universitäten auch fernab der eigenen Disziplin sprechen. In der internen und externen Kommunikation ist es deshalb wichtig, die Sprache so zu gestalten, dass sie möglichst viele Menschen anspricht und vor allem auch meint. Wir schaffen mit Sprache Wirklichkeit, Sprache hat Einfluss auf unser Denken und Handeln. Deswegen ist es uns wichtig, auch noch einmal zu sagen: Geschlechtergerechte und diskriminierungsarme Sprache ist uns ein wichtiges Anliegen. Auch der Hochschulleitung ist dieses Thema sehr wichtig. Wieso, weshalb, warum beantwortet Birgit Rimpo-Repp, Kanzlerin der FernUniversität in Hagen, im Interview.

Eine Videoansprache von der Kanzlerin Fr. Rimpo-Repp; Video-Transkript

Die Relevanz geschlechtergerechter Sprache unterstreicht das Rektorat in der Handlungsempfehlung zur “Geschlechtergerechten Sprache an der FernUniversität in Hagen”. Aber nicht nur hier zeigt sich, dass Chancengerechtigkeit erklärtes Ziel ist.

Ein Auszug aus der Präambel Chancengleichheit verdeutlicht das zentrale Anliegen: “Die FernUniversität sensibilisiert für Chancen(un)gerechtigkeit und unterstützt die Entwicklung von Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt – ausdrücklich in den Bereichen und Zieldimensionen Gleichstellung, Familienfreundlichkeit, Internationalisierung, Barrierefreiheit und Bildungsgerechtigkeit. Diese Themen sind als zentrale Querschnittsbereiche in der Hochschulentwicklung fest verankert und gelten als Qualitätsmerkmale von Forschung, Lehre und Verwaltung. Konkrete Ziele aus diesen Bereichen finden sich in den übergreifenden und thematischen Strategien der FernUniversität.”

Die folgenden Statements der Prorektoren Prof. Dr. Sebastian Kubis, Prorektor für Studium und Diversität, und Prof. Dr. Andres Kleine, Prorektor für Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung, zeigen wie diese Themen konkret in Lehre und Forschung strategisch verankert sind.

Prorektor Kubis

“Die im Jahr 2020 verabschiedete Lehrstrategie der FernUniversität formuliert ein gemeinsames Grundverständnis für eine zeitgemäße und diversitätssensible Fernlehre mit einem Blended-Learning-Modell. Sie hilft uns als „roter Faden“, hohe fachliche und didaktische Standards zu erfüllen, den Studienerfolg zu fördern und passende Studienangebote für eine heterogene Gesellschaft anzubieten. Dabei sind uns unter anderem die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Inklusion von Studierenden mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung ein besonderes Anliegen – sie sind als zentrale Querschnittsaufgaben im Bereich Studium und Lehre fest verankert.”

Prof. Sebastian Kubis
Prorektor für Studium und Diversivität

Gleichstellung und Diversität in der Forschung werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Europäischen Kommission ausdrücklich als Qualitätsmerkmale gewertet, deren Förderung eine Möglichkeit zur Erhöhung wissenschaftlicher Exzellenz darstellt. Obwohl die Vorteile der Gleichstellungsförderung für die Forschung weitestgehend bekannt sind, verbleibt auch heute noch sehr viel zusätzliches wissenschaftliches Potenzial.

Daher ist die FernUniversität bestrebt, auch mit ihrem Beitrag die Forschungscommunity diverser zu gestalten und Chancengerechtigkeit zu verbessern. Hierzu fördert sie mit Mitteln des Gleichstellungskonzeptes vorrangig die Weiterqualifizierung und Karriereentwicklung von begabten Wissenschaftlerinnen: Mit der Vergabe von „Postdoktorandinnen-Stipendien“ werden exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen langfristig auf dem Weg zu einer Führungsposition in der Wissenschaft gefördert. Darüber hinaus können Forschungsprojekte von Postdoktorandinnen mit der Maßnahme „Eigenes Sachkostenbudget“ entschieden vorangetrieben werden. Auch die etablierten Netzwerkangebote und Veranstaltungen zur Karriereförderung speziell für Nachwuchswissenschaftlerinnen der FernUniversität bedeuten einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellungsförderung.

Prof. Dr. Andreas Kleine

“Wissenschaft profitiert sowohl von diverser Forschung als auch von Forschung zu Diversität. Für die Verbesserung von Chancengerechtigkeit spielt neben institutioneller Unterstützung auch jede und jeder Forschende eine Rolle: Mit einer Professur oder Gruppenleitung entsteht eine Gatekeeper-Funktion, der Auf- und Ausbau von Netzwerken braucht entsprechenden Raum und Rückhalt, flexible Arbeitsmodelle zur besseren Vereinbarkeit müssen von Vorgesetzten und Arbeitsteams mitgetragen werden. Ziel ist, dass Alle die gemeinsame Weiterentwicklung von Chancengerechtigkeit nicht als Belastung verstehen, sondern als wertvolle Bereicherung.”

Prof. Dr. Andreas Kleine
Prorektor für Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung

Eng verwoben mit der Öffnung der Wissenschaft und der Förderung von Chancengerechtigkeit ist auch die Beforschung von Gleichstellungs-, Gender- und Diversitätsfragen in allen Disziplinen. An der FernUniversität findet dies in entsprechend ausgerichteten Professuren – auch Gast- und Juniorprofessuren – statt, in zahlreichen Einzelprojekten und interdisziplinären Forschungsverbünden. Zum Teil wird diese Forschung auch durch die interne Forschungsförderung unterstützt, für deren Vergabe zudem grundsätzlich Gleichstellungsaspekte berücksichtigt werden. Die FernUniversität unterstützt mit Mitteln des Gleichstellungskonzepts darüber hinaus Forschungsprojekte aller Fachbereiche zu Gender und Diversität über die Maßnahme „Genderforschung“.

Aus diesen Rahmenbedingungen, einer offenen Forschungskultur, und einer gezielten Förderung von Forschung ergibt sich eine Vielzahl an kleineren und größeren Forschungsprojekten und Forschungsfragen, die wir Ihnen nun nicht mehr länger vorenthalten wollen.

Wir – die Gleichstellungsstelle der FernUniversität in Hagen – begrüßen Sie hiermit alle ganz herzlich zu den GENDER DAYS 2021 und wünschen Ihnen viel Spaß beim Informieren, Stöbern, Schauen und Hören der spannenden Inhalte. Es bleibt uns nichts weiter zu sagen als viel Spaß beim “Scrollen”.

Ihr Team der Gleichstellungsstelle der FernUniversität in Hagen


Geldmünzen in Stapeln von klein nach groß. Als letztes ein Glas voll mit Münzen. Auf jedem Münzstapel wachst eine kleine Pflanze. 
Dieses Bild soll Wirtschaft darstellen.

Perspektiven aus der Wirtschaftswissenschaft

Frauen in Führung


Ein weißer Hintergrund auf dem ein Kopf gezeichnet ist. Das Gehrin wird durch viele kleine Rädchen dargestellt. Auf dem Gehirn ist hervorgehoben eine Glühbirne. Das Bild soll für die Psychologie stehen.

Perspektiven aus der Psychologie

Psychologie der Geschlechter


Zwei Reihen eines Holzregals. In dem Regal stehen und liegen viele verschiedene Bücher, Ältere und Neuere. Dieses Bild soll die Rechtswissenschaften darstellen.

Perspektiven aus der Rechtswissenschaft

Gender im Recht


Ein Tafeloberfläche ist im Hintergrund. Mit Kreide ist eine GEdankenblase gezeichnet. In dieser ist eine echte Glühbirne. Dieses Bild soll für Mathematik und Informatik stehen.

Perspektiven aus der Mathematik & Informatik

Vielfalt fördern, Durchlässigkeit schaffen


Mehrere Reihen von Menschen durchgehend von links nach rechts. Die Reihen stehen hintereinander. Die Menschen sind nur grob gezeichnet in ganz bunten Farben und ausgemalt. Dieses Bild soll für die Kultur- und Sozialwissenschaften stehen.

Perspektiven aus den Kultur- und Sozialwissenschaften

Geschlecht als zentrale Differenzkategorie